Trainingsphilosophie

Wissen versus Zwang und Gewalt

Wer wünscht sich nicht einen Hund, mit dem man weder schreien noch schimpfen muss, der mit Freude gehorcht, der uns liebt und uns vertraut? Es ist möglich - die Verantwortung liegt aber ganz allein beim Menschen. Wir holen uns den Hund ins Haus, wir entscheiden, was der Hund darf und was nicht, wir unterteilen das natürliche Verhalten des Hundes in erwünscht und unerwünscht  - also sind wir auch für sein Wohlergehen verantwortlich. Mein Wunsch ist, dass niemand behauptet, ohne Strafe geht es nicht, denn das ist die Unwahrheit. Die Wahrheit wäre es, wenn derjenige sagen würde "Ich kann es nicht ohne Strafe". Ich denke, diese Wahrheit auszusprechen, wird schon sehr viel in den Köpfen von Hundehaltern und Hundetrainern verändern.

Grundlage neimes Trainings ist die Achtsamkeit gegenüber dem Hund und dem Menschen, das gemeinsame Entdecken der beiderseitigen Bedürfnisse und der Möglichkeiten, diese zu erfüllen.  Meine Theorie ist, dass ein Hund, dessen Bedürfnisse hinreichend erfüllt sind, wenig bis gar nicht zu unerwünschtem Verhalten neigt. Im Umkehrschluss bedeutet es, dass ein Hund, der Probleme macht, (mindestens) ein Problem hat. Um dieses aufzudecken, werden wir uns gemeinsam das Lebensumfeld Ihres Hundes anschauen, seinen Tagesablauf, Beschäftigungen, Rituale, Gassi- und Spaziergänge, aber auch die Familiensituation, die Art und Weise der Fütterung, medizinische Gegebenheiten usw. Hier besteht oft schon die Möglichkeit, durch geringfügige Veränderungen eine deutliche Verbesserung zu erreichen.

 

Christa Weber

Hundetrainerin ATN und LTK

Das Training selbst findet ausschließlich auf Basis der positiven Verstärkung statt. Das bedeutet, dass zunächst das Verhalten definiert wird, das in einer bestimmten Situation erwünscht ist. Anschließend zeige ich Ihnen Möglichkeiten auf, dieses Verhalten zu erreichen, um es dann zu verstärken, damit der Hund es immer öfter und in immer schwierigeren Situationen zeigen kann. Gleichzeitig lernen Sie den geschickten Einsatz verschiedener Belohnungsmöglichkeiten, da hier das größte Potential für eine dauerhafte Verhaltensänderung liegt.

 

Auf Strafe, Korrekturen, Maßregelung oder wie immer man es nennen mag, wird komplett verzichtet. Einige Hilfsmittel, wie Stachelhalsband und Reizstromgeräte sind laut Tierschutzgesetz grundsätzlich verboten, andere, wie z. B. Wasserflasche und Rappeldose, zumindest zweifelhaft - überflüssig sind sie alle. Falsch angewendet, sind sie sogar eher geeignet, Probleme zu verschlimmern bzw. Probleme zu schaffen, die man vorher gar nicht hatte. In jedem Fall widersprechen Sie auch den oben genannten Grundsätzen von Achtsamkeit gegenüber dem Hund und seinen Bedürfnissen.

 

Wie möchten Sie mit Ihrem Hund umgehen? Gut, achtsam, freundlich...? Ich begleite Sie gerne auf Ihrem Weg zu einem unschlagbaren Team.